| |
Hoffentlich setzt er die Ideen aus diesem Buch um.
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Ich habe seine Rede in Berlin und viele andere gehört und habe mich für ihn und das amerikanische Volk gefreut. Den wichtigsten Mann der Welt zu verstehen, ihn in seiner Entwicklung zu erleben: Dieses Buch bietet dazu beste Gelegenheit. Am meisten beeindruckt mich an ihm sein Blick, sein unmißverständlicher Blick: ich stelle mir vor, dass selbst Lobbyisten vor ihm in die Knie gehen, dass er meint, was er sagt. Und noch viel schöner: Er wird es hoffentlich umsetzen.
Der Duktus dieses Buches erinnert mich an seinen Blick, Sätze glasklar, gestochen scharf, schneidend und sezierend. Und doch erkennt man einige Standards, die auch andere Politiker gerne wiederholen. An die freie Marktwirtschaft zu glauben, fällt heute Menschen zunehmend schwerer und BO musste in Amerika zunächst eine Aussage von Rotschild nachempfinden und lösen:
"Mich interessiert nicht, wer die Gesetze macht, solange ich das Geld kontrolliere."
Mein Gefühl ist, dass wir alle einen neuen Weg gehen (wollen) und werden, weil freier Wettbewerb zwar äußeren Wohlstand bringt, aber leider auch zur inneren Verarmung geführt hat. Obama ist ein Hoffnungszeichen dafür und er weiß, dass er alleine nichts schaffen kann, dass er uns alle dazu braucht. Was ich zwischen den Zeilen lese, ist, dass er kein Held sein will, sondern ein Versöhner, ein Einiger und das Kooperative in uns allen stärken wird. Die Aussage "Yes, we can" setzt diese neue Philosophie klar um.
Dies alles kann man in diesem Buch von Barack Obama nach-lesen:
Vieles was Menschen glauben, ist unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Glauben oder ihrer gesellschaftlichen Standes, gleich.
Die Mehrheit der Bevölkerung hat die tote Zone satt, zu der Politik geworden ist.
Das amerikanische Volk ist grundanständig und hat ein Satz von Werten, die es trotz aller Unterschiede verbinden.
Ich glaube an freie Marktwirtschaft, Wettbewerb und Unternehmertum.
Ich glaube, dass Amerika mehr Gutes als Schlechtes bewirkt hat.
Ich wollte, Amerika besäße weniger Rechtsanwälte und mehr Ingenieure.
Wenn ein Gesetz im Senat vorgelegt wird, haben alle Senatoren unter Berücksichtigung ihrer Mitarbeiter, ihres Fraktionsführers, ihrer bevorzugten Lobbyisten, bestimmer Interessenverbände, der Briefe ihrer Wähler und ihrer jeweiligen ideologischer Präferenzen längst vorher entschieden. Im bedeutendsten Ratsgremium der Welt (dem Senat) hört niemand zu.
Eine Rezension von Happyx >
vom 10. September 2009 |