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| Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs: Vom Realitätsverlust der heutigen Wirtschaft - von ,
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Die Leitgedanken seiner Theorien in verdichteter Form
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Es ist ein umfangreicher Essay, den Galbraith hier veröffentlicht.
Seine kritsiche Sicht des Kapitalismus irritiert viele, die den feien Markt als Religion verstanden wissen wollen. Dass er mit diesem letzten Buch vor seinem Ableben der etablierten Schicht des Geld-Adels noch einmal mit aller Kraft sich entgegengestellt hat, macht ihn in den arrivierten Kreisen nicht beliebter.
Zuerst nimmt Galbraith den Begriff - freie Marktwirtschaft - ins Visier, der nur ein Schönreden des Begriffs - Kapitalismus - ist.
Dann deckt er die Verbindung von Ökonomie und Politk auf und die Lüge, dass beide angeblich getrennt sein sollen. Über den Begriff der - Konsumentensouveränität - wird gemeinsam mit Unterstütung der Medien ein Nebel der Pseudo-Information gelegt, der dem Volk eine Macht zuschreiben will, das es gar nicht hat.
Der Schritt, der darauf folgt ist jener, in dem aufgezeigt wird, dass jene Arbeit, die Spass macht, auch besser bezahlt wird. Dies ist eine besonders perfiede Form des Betrugs am Menschen.
Der Betrug, dass Manager im Vorstand, sich den Aktionären oder den Anteilseignern wirklich verpflichtet fühlen, läßt Galbraith ebenfalls nicht gelten.
Danach brandmarkt Galbraith die Selbstbedienungsmentalität des Managements.
Dass der private Sektor vom öffentlichen getrennt sein soll, läßt er ebenfalls nicht zu. Wie umfassend private Unternehmen selbst Aufgaben in Kriegszeiten übernehmen ist für ihn der schlagende Beweis für die Verwobenheit beider Sektoren.
Die Betrugsfälle in der Finanz der Gegenwart sprechen für sich selbst und bestätigen die Worte, die Galbraith 2006 in einem speziellen Abschnitt dieses Buches veröffentlichte.
Die geringe Wirksamkeit der Zentralbank ist und bleibt ein Kernpunkt all seiner kritischen Betrachtungen. So auch hier - allerdings in Kurzform.
Die Außen- und Militärpolitik der USA stellt er an das Ende seines Essays. Und dies wohl zurecht.
Das kleine Buch kann durchaus als Nachruf des Altmeisters auf sich selbst verstanden werden.
Ds gleiche Thema vollkommen anders bearbeitet: Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkrise
Eine Rezension von Essentielles >
vom 27. Februar 2009 | | |
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