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| Das Schattenreich der CIA: Amerikas schmutziger Krieg gegen den Terror von , , ,
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Anklageschrift gegen den amerikanischen Zynismus
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Diese Buch entlarvt den zynischen Charakter der derzeitigen amerikanischen Regierung. Zitat von Seite 17: Im Januar 2002 hatte Bush eine Achse des Bösen verkündet, der Iran, Irak und Nordkorea angehörten. Im Mai fügte das Außenministerium Syrien als weiteren Kandidaten hinzu und nannte das Land einen Schurkenstaat, weil es Massenvernichtungswaffen anstrebte.
Gleichzeitig überstellen die Amerikaner aber ihre Gefangenen gerade deshalb den Syrern, weil sie dort Befragungstechniken unterworfen werden, die in den USA offiziell verboten sind.
Dieser Zynismus erinnert den Autor Stephen Grey, an die Vokabeln Doppeldenk und Neusprech aus dem Roman 1984 von George Orwell.
Stephen Grey weißt in seinem Sachbuch nach, dass die Folter im Kampf gegen den Terror natürlich vollkommen sinnlos ist. Tatverdächtige gestehen unter den Folterquallen einfach alles und jedes.
Die Folteropfer werden immer wieder aufgefordert irgendwelche Namen preiszugeben. Irgendwann bricht jeder unter der Folter zusammen und so werden von den Folteropfern halt Namen von Personen genannt, mit denen sie einmal belanglos in Kontakt waren.
Diese unter der Folter genannten Personen werden dann ihrerseits willkürlich verhaftet und in dem Schurkenstaat Syrien zum Sprechen gebracht.
Der Autor Stephen Grey berichtet (auf Seite 54) von Al Zery, den man nach seiner Folter in aller Stille wieder frei lies, weil er unschuldig war.
Das gleiche Schicksal erlitt der Kanadier Maher Arar (Seite 89) und der Deutsche Khaled el-Masri (Seite 110).
Der Autor Stephen Grey legt glaubhaft Beweise dafür vor, dass el-Masri keineswegs Opfer einer Verwechslung war, sondern, dass man ihn viel mehr wegen seiner Aktivitäten in der Moschee im Multikulturhaus in Ulm befragen wollte. Als sich nach seiner Folter seine Unschuld herausstellte, wurde er wieder freigelassen.
Der Autor Stephen Grey beschreibt u.a. die Folter im Musikgefängnis. Bei dieser Folter werden die Gefangenen einer so lauten Beschallung ausgesetzt, dass wenigstens in einem Fall, einem Häftling das Trommelfell platzte. (Seite 122)
Diese Buch liest sich einerseits spannend wie ein Thriller und es ist andererseits eine erschütternde Anklageschrift gegen den amerikanischen Zynismus.
Eine Rezension von Josef Kleinmann > Hamburg
vom 28. November 2006 | | |
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